Ausgebucht
Brennpunkt Demokratie im "Debattierpark"
Reduziert eine Fristenlösung Leid und Stigmatisierung?
- Einleitung
- Die Initiant:innen für eine Fristenlösung argumentieren, dass den Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen wollen, grosse Hürden in den Weg gelegt werden. Sie müssen für den Eingriff ins Ausland gehen, bekommen in Liechtenstein keine Beratung und werden stigmatisiert: Vermindert eine Legalisierung durch eine Fristenlösung tatsächlich Leid?
- Kursziel
- Im Inputreferat und der anschliessenden Podiumsdiskussion werden Initiantinnen und Fachfrauen, die sich öffentlich zum Thema positioniert haben, erstmals an einen runden Tisch gebracht. Sie diskutieren im Podium und mit den Teilnehmer:innen ihre unterschiedlichen Standpunkte.
- Inhalt
- In der Debatte werden die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Forderungen der Initiative eingeordnet. Diskutiert wird, ob eine Legalisierung in den ersten drei Monaten – bei vorgängiger ärztlicher Beratung – Leid und Stigmatisierung reduzieren kann. Auch die geplante Aufhebung des Informationsverbots sowie die Kostenübernahme durch die Krankenpflegeversicherung werden thematisiert. Neu soll die Versicherung die Kosten in gleichem Umfang übernehmen wie bei einer Krankheit. Das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.
Das Initiativkomitee für eine Fristenlösung in Liechtenstein vereint Vertreter:innen verschiedener Organisationen und Personen aus der Zivilgesellschaft, darunter die Junge Liste, die Freie Liste, die Infra und "Frauen in guter Verfassung". Im Debattierpark werden die Argumente aus rechtlicher, gesellschaftlicher, gesundheitspolitischer und theologischer Perspektive beleuchtet und offen diskutiert. Alle Podiumsteilnehmerinnen haben sich mit Lebensgeschichten von Familien, die von ungewollten Schwangerschaften betroffen waren, beschäftigt und bringen Beispiele aus der Praxis. - Leitung
- Inputreferat Gabriella Alvarez-Hummel ist freie Journalistin und schreibt regelmässig über reproduktive Rechte. Sie ist Mitglied des Initiativkomitees. Moderation Nils Vogt (Politologe) Podium - Patricia Schiess (Liechtenstein Institut, Fachbereichsleiterin Recht) - Claudia Heeb (Frauen in guter Verfassung) - Lisa von Reden (Verein für Menschenrechte, Fachbereich Gleichstellung) - Carolin Brändle (Seelsorgerin, ehemalige Generalsekretärin für die Initiative #Fairändern)
- Ort
- Seminarzentrum Stein Egerta, Salon mit Parkzimmer, In der Steinegerta 26, Schaan
- Beginn
- Sonntag, 17. Mai 2026, 19:00 bis 20:30 Uhr
- Hinweise
- Anschliessend an die Diskussion gibt es die Gelegenheit, mit den Teilnehmer:innen bei einem Apéritif ins Gespräch zu kommen.
- Organisation
- Stein Egerta / Barbara Jehle

